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Anna-Lena Schwarz ist die neue Leitung der Kita St. Peter in Werl

Jeder Tag ist ein kleines Abenteuer

W E R L  .Wer viel entdeckt, der hat auch viel zu berichten. Diese Erfahrungen machen Erwachsene besonders, wenn sie mit Kita-Kindern zu tun haben. In diesem Alter entdecken die Kleinen jeden Tag neue Dinge in ihrem Umfeld und teilen diese mit. Das ist in der katholischen Kindertageseinrichtung St. Peter in Werl nicht anders, wie Anna-Lena Schwarz berichtet. Seit April hat sie die Leitung der Kindertageseinrichtung inne.

 

Die Arbeit als Leitung ist Anna-Lena Schwarz nicht unbekannt. „Ich habe knapp acht Jahre eine Kindertageseinrichtung mit drei Gruppen betreut“, erzählt die 33-jährige. Davor war die staatlich anerkannte Erzieherin vier Jahre in einer Bewegungs-Kita tätig, wo sie zunächst als Erzieherin und später als stellvertretende Leitung gearbeitet hatte.

Der Wechsel des Arbeitsplatzes ging für Anna-Lena Schwarz mit einem Wechsel der Trägerschaft einher. Die katholische Kindertageseinrichtung St. Peter steht in der Trägerschaft der Kita gem. GmbH Hellweg. Der Träger habe einen guten Ruf, erzählt die neue Leitung. „Als ich dann die Stellenausschreibung gesehen habe, wollte ich meine Chance nutzen und meine pädagogische Arbeit vorstellen. Ein vorheriges Gespräch mit der zuständigen Regionalleitung habe ihr Klarheit verschafft. „Ich habe sehr viel über den Träger, seine Ansprüche und seine Haltung erfahren und gemerkt, dass ich mich damit sehr gut identifizieren kann.“

 

Die Kita ist ein Wohlfühl- und Bildungsort

 

Ihre ersten Tage waren vom Kennenlernen der Einrichtung geprägt. Dazu gehörte für die neue Leitung auch ein Besuch in den vier Gruppen von St. Peter, in denen 85 Kinder betreut werden. Ein kleiner Junge ist ihr bei den Besuchen besonders aufgefallen, erzählt Anna-Lena Schwarz. „Er kam auf mich zu und hat mir gesagt, dass seine Mama ihm schon erzählt habe, wer ich bin“, erinnert sie sich. „Dann hat er mir angeboten, dass ich immer, wenn ich Fragen habe, zu ihm kommen könnte, da er der liebste Junge in der ganzen Kita sei.“

Nach ihrem Verständnis ist eine Kita sowohl ein Wohlfühl- als auch ein Bildungsort. „Ich freue mich, wenn die Kinder jeden Morgen gerne in die Kita kommen“, erzählt Anna-Lena Schwarz. „Das schaffen wir, indem wir ihnen die Freiheit geben, ihre Individualität auszuleben und sich in den Alltag einzubringen.“ Wie sehr eine Kita die Ansprüche eines altersgerechten Bildungsorts erfüllt, hängt für die neue Leitung von der Partnerschaft zwischen Eltern und dem Erzieher-Team ab. „Jeder Mensch entwickelt sich unterschiedlich schnell. Das ist in den ersten Jahren sehr stark zu erkennen“, hält die neue Leitung fest. „Daher ist es wichtig, dass wir wissen, was wir einem Kind zutrauen können oder wo wir ihm helfen müssen. Dafür braucht es ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu den Eltern.“  Deswegen hat die neue Leitung Kennenlern-Nachmittage für die Eltern eingerichtet. Diese finden im Waldlabor oder im Werler Stadtwald statt. „Es ist wichtig, dass die Eltern wissen, wer ich bin und wie ich denke“, erklärt sie die Nachmittage. „Auf der anderen Seite erfahre ich auch viel über die Familien, was die Arbeit mit den Kindern positiv unterstützt. Ein entspannter Rahmen ist für den gegenseitigen Austausch sehr wichtig.“

 

Eine offene Atmosphäre schafft Vertrauen

In der Kita St. Peter wird grundsätzlich ein offener Umgang mit den Menschen gepflegt. „Wir wollen immer eine Atmosphäre schaffen, in der sich die Kinder und die Eltern wohlfühlen. Das bedeutet für uns aber nicht nur einen freundlichen Umgang untereinander, sondern auch viel Transparenz.“ Das gelte besonders in der Elternarbeit. „Die Kinder müssen ebenso wissen, dass sie mit ihren Sorgen und Wünschen zu uns kommen und uns vertrauen können, wie die Eltern“, erläutert Anna-Lena Schwarz. „Daher kommunizieren wir vom Erzieher-Team die Projekte, Vorgehen und Ziele offen.“

Das gilt natürlich auch für die Inklusionsarbeit, die einen weiteren Schwerpunkt in der pädagogischen Arbeit der Einrichtung darstellt. „Unsere Angebote richten sich nach den Bedürfnissen der Kinder“, erklärt Anna-Lena Schwarz. „Denn jedes Kind ist ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft. Zunächst bei uns in der Kita und später auch in der Gesellschaft. Das wollen wir jedem Kind vermitteln.“

Vertrauen, Akzeptanz und Unterstützung sind wichtige Punkte in der religionspädagogischen Arbeit der katholischen Kindertageseinrichtung. „Viele junge Familien sehen sich häufig mit existenziellen Fragen konfrontiert“, berichtet die neue Leitung aus ihrer Erfahrung. „Der Glaube gibt Antworten auf diese Fragen. Deswegen laden wir die Familien ein, mit uns die christlichen Feste zu feiern und den Glauben zu erfahren.“ Neben den Festen im Kirchenjahr sind es die kleinen Handlungen im Alltag, die den Kindern die christlichen Werte vermitteln. „Es ist wichtig, den Kindern bereits früh die lebensspendende Kraft des Glaubens, Friedfertigkeit und Respekt zu vermitteln.“ Wer diese Werte bereits früh verinnerliche, der wende sie auch als Erwachsener im Alltag an, ist sich die neue Leitung sicher.

Die gute Arbeit in der Kita St. Peter möchte Anna-Lena Schwarz weiterführen. Eine Möglichkeit dazu bilden die anstehenden Projekte mit den Vorschulkindern der Kita. „Wir haben verschiedene Projekte geplant. Es gibt Entspannungsangebote, Projekte zur Förderung des Selbstbewusstseins der Kinder, sowie Kunstaktionen und das Sportprojekt ‚Sporttiger“, zählt sie auf. Bei allen Planungen weiß sie allerdings auch, dass es „Spielraum“ für Überraschungen geben muss. „Wer in einer Kita arbeitet weiß, dass kein Tag exakt dem anderen gleicht. Deswegen ist jeder Tag auch ein kleines Abenteuer.“


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